Capella de la torre & Katharina Bäuml

Capella de la Torre | Foto: Andreas Greiner-Napp

Capella de la Torre & Katharina Bäuml

Man erkennt ihn fast am ersten Ton, diesen ganz spezifischen Klang, diesen Sound, der zugleich „alt“ und „neu“ wirkt, der das Bein mitwippen, innerlich mitsingen oder atemlos zuhören lässt. Wenn die Capella de la Torre aufspielt, dann wird man in mittelalterliche Städte versetzt, weilt an glanzvollen Höfen der Renaissance oder taucht ein in den Klangkosmos frühbarocker Meisterwerke. Das alles ist sauber recherchiert, gekonnt arrangiert und fein aufgesetzt, mit Lust musiziert und mit strahlenden Augen präsentiert. – So geht Early Music heute! Eben Alte Musik rundum lebendig! Es ist kein Wunder, dass die Capella de la Torre und ihre Gründerin und Leiterin, die Oboistin und Schalmei-Virtuosin Katharina Bäuml, nach mehr als 15 erfolgreichen Jahren heute europaweit als einzigartiges Spezialensemble gilt. Dass die Musiker:innen dabei immer wieder voller Neugierde Klangwelten erobern, im besten Sinne ein Crossover zelebrieren und in Improvisationen bis hin zu Popmusik oder Blue Notes zu Hause sind, prädestiniert sie geradezu, als artist in residence dem Heinrich Schütz Musikfests 2021 einen besonderen Stempel aufzudrücken. Und so widmen sich Katharina Bäuml und ihr vielfach preisgekröntes Ensemble auf ihre Weise den „fürnembsten Musicis“, die Heinrich Schütz beeinflussten, und jenen, die von ihm gelernt haben.


Katharina Bäuml

studierte moderne Oboe, zudem Barockoboe und historische Rohrblattinstrumente an der Schola Cantorum in Basel und spezialisierte sich im Folgenden in verschiedenen Bereichen der Alten Musik. Ihr besonderes Interesse gilt der Bläsermusik des 15.–17. Jahrhunderts. Folgerichtig gründete sie 2005 die Capella de la Torre, das heute wichtigste deutsche Ensemble für Renaissancemusik, mit dem sie bislang 26 CD-Einspielungen vorgelegt hat. 2016 erhielt Katharina Bäuml mit Capella de la Torre den ECHO Klassik als Ensemble des Jahres für die CD Water Music. 2017 und 2018 folgten ein weiterer ECHO und ein OPUS Klassik für die Alben Da Pacem – Echo der Reformation (zusammen mit dem RIAS Kammerchor, geleitet von Florian Helgath) und Serata Venexiana.

Katharina Bäuml widmet sich ebenso der zeitgenössischen Musik auf historischen Instrumenten. So entstanden seit 2010 zahlreiche Kompositionen für das Duo Mixtura, das u.a. beim Berliner Ultraschall-Festival zu erleben war. Als Leiterin mehrerer Festivals und Konzertreihen initiiert Katharina Bäuml immer wieder Begegnungen zwischen Musik der Frühen Neuzeit und Jazz. Zuletzt übernahm sie die Reihe „Musica Ahuse“ in der romanischen Klosterkirche Auhausen, in der jährlich renommierte Spitzenensembles der Alten Musik auftreten.

2020 gründete die vielseitige Künstlerin die Internetplattform www.studio4culture.net, auf der regelmäßig neue interaktive Konzertformate entstehen. Zudem unterrichtet sie in Berlin und gibt regelmäßig Meisterkurse an den Musikhochschulen in Genf, Hannover und Lübeck.


Die Capella de la Torre

zählt heute zu den renommiertesten Spezialensembles für die Musik aus der Zeit der Renaissance weltweit. Gegründet wurde die Formation, in der Musiker:innen versammelt sind, die sich als Solist:innen und Spezialist:innen für historische Aufführungspraxis international einen Namen gemacht haben, im Jahr 2005 von der Oboistin Katharina Bäuml. Seitdem hat das Ensemble in nahezu eintausend Konzerten sein Publikum begeistert. Hinzu kommen zahlreiche CD-Einspielungen und eine Vielzahl von Live-Mitschnitten. Auf diese Weise hat sich die Capella de la Torre umfangreiche Erfahrungen in der Musik des 14. bis 17. Jahrhunderts erspielt. 2016 wurde ihr dafür der ECHO Klassik in der Kategorie Ensemble des Jahres verliehen.

Der Name „de la Torre“ ist auf zweierlei Weise zu verstehen: Anfang des 16. Jahrhunderts komponierte der Spanier Francisco de la Torre das wohl berühmteste Stück für eine Bläserbesetzung, seine „Danza Alta“. Neben dieser Hommage an den Komponisten ist der Name aber auch ganz wörtlich zu verstehen: „de la Torre“ bedeutet übersetzt „vom Turm herab“; Bläsergruppen musizierten seinerzeit bei den verschiedensten Gelegenheiten auf Türmen oder Balkonen.
Um die Musik vergangener Jahrhunderte für heutige Ohren lebendig werden zu lassen, finden aktuelle historische und musikwissenschaftliche Erkenntnisse ständig Eingang in die Programme von Capella de la Torre. Dazu gehört besonders die Arbeit mit Quellen und Originaltexten. Ein besonderes Anliegen des Ensembles ist neben den Konzerten die Arbeit mit einem jungen Publikum, die in einer Vielzahl von Vermittlungsprojekten ihren Ausdruck findet.

Die Künstlerresidenz auf einen Blick:

 
 

1 | Eröffnungskonzert: ERINNERUNGEN

Donnerstag, 07. Oktober 2021
20.00 Uhr | Weißenfels
St. Marienkirche

5 | Festkonzert: ERINNERUNGEN

Samstag, 09. Oktober 2021
19.30 Uhr | Gera
St. Salvatorkirche

24 | PRAETORIUS TANZT

Freitag, 15. Oktober 2021
19.30 Uhr | Zeitz
Festsaal Schloss Moritzburg

A | AUFTAKT!

Freitag, 08. Oktober 2021
10.30 Uhr | Bad Köstritz
Treffpunkt: Heinrich-Schütz-Haus

8 | Festkonzert: ERINNERUNGEN

Sonntag, 10. Oktober 2021
17.00 Uhr | Dresden
Dreikönigskirche

29 | Abschlusskonzert: PRAETORIUS´TRAUM VON ITALIEN

Sonntag, 17. Oktober 2021
18.00 Uhr | Gera
Theater Altenburg-Gera

 
 
 
Françoise Lasserre | Foto: Olivier Hoffschir

Katharina Bäuml
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Capella de la Torre | Foto: Eichhorst

Capella de la Torre | Foto: Eichhorst
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