Internationaler Heinrich-Schütz-Preis 2025

09.09.2025

Die silberne Ehrenmedaille wird im Rahmen des Heinrich Schütz Musikfests in Gera verliehen – am 35. Tag der Deutschen Einheit


PRESSEINFORMATION, 09.09.2025

Die Internationale Heinrich-Schütz-Gesellschaft erhält den Internationalen Heinrich-Schütz-Preis 2025

Die silberne Ehrenmedaille wird im Rahmen des Heinrich Schütz Musikfests in Gera verliehen – am 35. Tag der Deutschen Einheit

Der Internationale Heinrich-Schütz-Preis geht im Jahr 2025 an eine herausragende, weltweit tätige Institution. Für ihre Verdienste um die Bewahrung, Erforschung und Verbreitung des musikalischen Erbes von Heinrich Schütz und seiner Zeit wird die Internationale Heinrich-Schütz-Gesellschaft e.V. (ISG) ausgezeichnet. Die ISG hat ihren Sitz in Kassel und ist eine der ältesten Musikgesellschaften in Deutschland. Die Verleihung der silbernen Ehrenmedaille findet im Rahmen des diesjährigen Heinrich Schütz Musikfests am 3. Oktober 2025 in Gera statt.

Mit dem undotierten Preis will das Heinrich Schütz Musikfest und seine Kooperationspartner an den Schütz-Orten in Mitteldeutschland 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung ein Zeichen setzen für die Relevanz starker Netzwerke bei der Tradierung von historischem Erbe und Wissen – zumal die ISG anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Heinrich-Schütz-Häuser in Bad Köstritz und Weißenfels zu Gast beim Heinrich Schütz Musikfest 2025 sein wird.

ISG-Präsident Arno Paduch: „Für die Internationale Heinrich-Schütz-Gesellschaft ist die Verleihung des Internationalen Heinrich-Schütz-Preises eine große Ehre und zugleich auch eine große Freude, da durch diesen Preis der fast einhundertjährige Einsatz für die Musik unseres Namensgebers und seiner Zeitgenossen gewürdigt wird.“

Der Internationale Heinrich-Schütz-Preis wird seit dem Jahr 2018 an Persönlichkeiten, Ensembles, Einrichtungen und Institutionen verliehen, die sich durch exzellente künstlerische wie wissenschaftliche Leistungen und Verdienste um die Interpretation, lebendige Vermittlung und weitreichende Verbreitung des Œuvres von Heinrich Schütz und der Musik seiner Zeit sowie durch ein herausragendes Engagement für deren nachhaltige Bewahrung und Förderung auszeichnen.

Die silberne Ehrenmedaille zum Internationalen Heinrich-Schütz-Preis wurde von der weltweit renommierten Künstlerin Anna Franziska Schwarzbach geschaffen. Die bisherigen Preisträger sind Hans-Christoph Rademann (2018), Sir Roger Norrington (2019), Françoise Lasserre (2020), Prof. Dr. Werner Breig (2021), die Verlage Bärenreiter aus Kassel und Carus aus Stuttgart (2022), die Originalklang-Ensembles Musica Fiata und La Capella Ducale (2023) sowie die Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Silke Leopold (2024).

Preisverleihung mit Konzert am 3. Oktober 2025 in Gera-Untermhaus

Die Verleihung des Internationalen Heinrich-Schütz-Preises 2025 findet im Rahmen eines Konzerts beim diesjährigen Heinrich Schütz Musikfest statt – am Freitag, 3. Oktober 2025, 19.30 Uhr in der St. Marienkirche in Gera-Untermhaus. Die Laudatio auf die Internationale Heinrich-Schütz-Gesellschaft wird die im Vorjahr ausgezeichnete Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Silke Leopold halten.

Das Konzert mit dem Titel „Letzte Dinge und ewiges Licht“ gestaltet das international gefeierte Ensemble Polyharmonique mit drei außergewöhnlichen barocken Trauermusiken von Heinrich Schütz, Michael Wiedemann und Johann Sebastian Bach. Karten für die Preisverleihung und das Konzert sowie für alle weiteren Veranstaltungen des Heinrich Schütz Musikfests 2025 sind unter www.schütz-musikfest.de erhältlich.

Fast 100 Jahre Pflege der Musik von Heinrich Schütz und seinen Zeitgenossen

Mit dem Internationalen Heinrich-Schütz-Preis 2025 ehrt das Kuratorium des Heinrich Schütz Musikfests die Internationale Heinrich-Schütz-Gesellschaft für ihre Verdienste um die Bewahrung, Erforschung und Verbreitung des musikalischen Erbes von Heinrich Schütz und seiner Zeit auch im internationalen Rahmen und Maßstab. Als Herausgeberin und Veranstalterin an der Schnittstelle von Wissenschaft und gelebter Musikpraxis wirkt die ISG seit 1930 einflussreich und nachhaltig.

Laudatorin Prof. Dr. Silke Leopold unterstreicht die Entscheidung des Kuratoriums für die ISG als Schütz-Preisträgerin 2025 bereits im Vorfeld der Preisverleihung: „Heinrich Schütz war ein Weltbürger ohne Berührungsängste gegenüber anderen Sprachen, anderen Kulturen, anderen Konfessionen. Dennoch wurde er schon im 17. Jahrhundert für das „Teutsche“ vereinnahmt und später gar zum „Vater der deutschen Musik“ stilisiert. Es ist auch das Verdienst der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft, dieser beschränkten Sichtweise beharrlich und unaufgeregt entgegenzutreten und mit ihren wissenschaftlichen wie auch künstlerischen Aktivitäten unsere Wahrnehmung dieser Musik und dieser Komponistenpersönlichkeit zu erweitern. Mit ihren Sektionen in der ganzen Welt von Japan bis zu den USA, von Schweden bis Frankreich hat sie viel dazu beigetragen, der Musik von Heinrich Schütz einen Platz im internationalen Konzertleben zu sichern. Es ist mir eine große Freude, die Stafette nun an die Internationale Heinrich-Schütz-Gesellschaft weiterreichen zu dürfen, ohne deren Aktivitäten wir alle so viel weniger über Schütz und die Musik seiner Zeit wüssten.“

Die Internationale Heinrich-Schütz-Gesellschaft e.V.

Die ISG wurde 1930 als Neue Schütz-Gesellschaft gegründet, u.a. von Hans Joachim Moser und Karl Vötterle. Sie zählt zu den ältesten Musikgesellschaften in Deutschland und hat ihren Sitz in Kassel, der ersten Wirkungsstätte ihres Namensgebers. Von Anfang an zielt die Gesellschaft auf die Pflege der Musik von Heinrich Schütz und seinen Zeitgenossen: zunächst vor allem im deutschen Sprachraum, seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr auch europa- und weltweit. Die Internationalität der Gesellschaft manifestiert sich in ihren Sektionen, vor allem in Skandinavien, Frankreich, Japan und den USA bzw. Kanada. Über ihre Sektion in den USA ist die ISG eng verbunden mit der dortigen „Society for Seventeenth-Century Music“. Auch mit Schweden und der dortigen „Svenska Schütz-sällskapet“ bestehen intensive Kontakte.

Die jährlichen wissenschaftlichen und künstlerischen Veranstaltungen der ISG konzentrieren sich auf Internationale Heinrich-Schütz-Feste an wechselnden Orten. Für deren Wahl sind lokale Verbindungen zu Schütz und seiner Musik, aber auch herausragende historische oder kulturelle Ereignisse wie auch zeitgleich stattfindende Festivals maßgeblich. Solche Treffen dienen nicht nur der praktischen Pflege und wissenschaftlichen Durchdringung von Schütz’ Musik, sondern geben zugleich den Mitgliedern Gelegenheit zu gegenseitigem Gedankenaustausch sowie zur Vertiefung bestehender und zur Knüpfung neuer Kontakte.

Wissenschaftlich aktiv ist die ISG auch durch das „Schütz Jahrbuch“ (seit 1978), eine der weltweit führenden musikwissenschaftlichen Jahresschriften mit einem Fokus auf der deutschen Musik des Frühbarock. Für die Musikpraxis stellt die ISG diverse in ihrem Auftrag erscheinende Publikationen beim Bärenreiter-Verlag (Kassel) bereit: zu Schütz (Neue Schütz-Ausgabe, Schütz-Werke-Verzeichnis, Schütz Handbuch) ebenso wie zu Johann Hermann Schein (Neue Ausgabe sämtlicher Werke) und Leonhard Lechner (Werke).

Internationale Heinrich-Schütz-Gesellschaft zu Gast beim Heinrich Schütz Musikfest 2025

In Partnerschaft mit dem Heinrich Schütz Musikfest 2025 findet auch das 54. Internationale Heinrich-Schütz-Fest der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft statt. Gemeinsam begehen Schütz-Enthusiast:innen aus aller Welt damit auch 35 Jahre Deutsche Einheit. In Bad Köstritz lädt das Symposium der ISG vom 2. bis 5. Oktober 2025 alle Interessierten ein, am wissenschaftlichen Austausch zum Thema „Heinrich Schütz in der Wissens- und Gesellschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“ in Vorträgen, Diskussionen und Exkursionen teilzunehmen.

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Heinrich Schütz Musikfest 2025

Veranstalter
Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V.


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