Heinrich Schütz Musikfest 2023: Beginn des Vorverkaufs | Höhepunkte des Programms

15.06.2023

Von Bad Köstritz bis Dresden: Das 26. Heinrich Schütz Musikfest findet vom 6. bis 15. Oktober 2023 unter dem Titel "Klang.Welt.Wissen" statt.

PRESSEINFORMATION, 15.06.2023

Klang.Welt.Wissen

Von Bad Köstritz bis Dresden: Das 26. Heinrich Schütz Musikfest findet vom 6. bis 15. Oktober 2023 statt. Der Kartenvorverkauf startet am 16. Juni 2023.

„Klang.Welt.Wissen“ – unter diesem Titel steht das Heinrich Schütz Musikfest 2023. Bewegende und begeisternde Erlebnisse und Begegnungen sowie die einzigartige Atmosphäre der authentischen Schütz-Orte in Mitteldeutschland werden auch die 26. Ausgabe des musikalisch hochkarätig besetzten Festivals prägen. Vom 6. bis zum 15. Oktober finden in Bad Köstritz, Gera, Weißenfels, Zeitz und Dresden wieder zahlreiche Konzerte, Führungen, Lesungen, Gespräche, Vorträge und Gottesdienste statt. Veranstalter ist die Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. Der Kartenvorverkauf startet am 16. Juni 2023.

Dr. Christina Siegfried, Intendantin des Heinrich Schütz Musikfestes: „Dringlicher denn je stellen sich uns im Hier und Jetzt die Fragen nach dem Wissen um die Welt, nach Moral, nach Verantwortung, nach dem Gewissen des Menschen, nach seiner Verfasstheit angesichts der Gefahren von Entgrenzung, Barbarei und Zerstörung von Kultur und Kulturgütern. Kann der Mensch überhaupt lernen? Hat er aus den Ereignissen vergangener Jahrhunderte Lehren für Gegenwart und Zukunft gezogen? Danach fragen wir in diesem Jahr – und hegen trotz allem die Hoffnung, lernen zu können: mithilfe der Kunst, mithilfe der Musik. In jeder Aufführung der Werke von Heinrich Schütz erfahren wir von Neuem, dass seine Musik Trost und Zuversicht spenden kann. Zugleich aber ist sie ein Kraftquell, der uns veranlasst, unserer Gegenwart mit klarem Blick zu begegnen und unser Handeln eindringlich zu hinterfragen.“

Hamburger Ratsmusik ist artist in residence 2023

Als artist in residence gestaltet in diesem Jahr die Hamburger Ratsmusik unter der Leitung von Gambistin Simone Eckert das Heinrich Schütz Musikfest maßgeblich mit. 1991 von Simone Eckert gegründet, reichen die ideellen Anfänge des Ensembles zurück bis ins 16. Jahrhundert. Nach dem Grundsatz „Gott zu Ehren und Hamburg zur Lust, Ergötzlichkeit und Nutz“ leistete sich die Hansestadt einst ein Eliteensemble von acht Ratsmusikern, das mit den fürstlichen Hofkapellen andernorts konkurrieren konnte.

Als feste, international gefeierte Größe in der Alten Musik kostet die Hamburger Ratsmusik heute das Potenzial eines jahrhundertealten Erbes aus – in kreativem Dialog zwischen Tradition und Gegenwart, von Alter Musik und lebendiger Interpretation. Mehr als 30 Tonträger mit zumeist Welt-Ersteinspielungen Alter Musik und Aufnahmen für alle deutschen Rundfunksender sowie den ORF dokumentieren seine Wiederentdeckungen von Musik aus Renaissance, Barock und Klassik.

Die Hamburger Ratsmusik ist zum Heinrich Schütz Musikfest 2023 in fünf Konzerten mit jeweils unterschiedlichen Programmen und Schwerpunkten zu erleben – zum Eröffnungskonzert des Musikfestes in Gera (6.10.), in den Festkonzerten in Dresden (7.10.), Weißenfels (8.10.) und Zeitz (13.10.) sowie zum Abschlusskonzert in Bad Köstritz (15.10.). Außerdem gestaltet das Ensemble die diesjährigen Schulkonzerte „Abenteuer Isfahan“ in Weißenfels (11.10.) und Zeitz (12.10.) sowie die Quellenpräsentation (10.10.) in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden. Ebenfalls unter Beteiligung von Musikern des Ensembles sind zwei Lesungen mit Klaus Büstrin als Sprecher in Zeitz (10.10.) und Weißenfels (11.10.) zu erleben.

Schütz goes Jazz

Wenn sich Tom Götze (Kontrabass/Bassgitarre) und seine Kolleg:innen Julla von Landsberg (Vocal), Lars Kutschke (Gitarre) und Stefan Maass (Laute) der Musik von Heinrich Schütz annehmen, dann entsteht mit Sicherheit etwas Hochspannendes. Unzählige Stile fließen zusammen und finden einen gemeinsamen Ursprung in der Musik von Heinrich Schütz: Jazz, Blues, Zeitgenössische Musik, Experimentelles – all das hat seine Wurzeln in einer langen Musikgeschichte. Dass die Begegnung unserer klingenden Gegenwart (oder der jüngeren Vergangenheit) mit der Klangwelt und -vorstellung von Heinrich Schütz durchaus vereinbar ist und einen besonderen Konzertgenuss bietet, führen die Musiker:innen jenseits ausgetretener (Programm)-Pfade gerne vor Ohren.

Ausgehend von den „Kleinen geistlichen Konzerten“ und weiteren Werken des Barockmeisters erkunden Tom Götze und seine Musikerkollegen neue Wege zu Heinrich Schütz und in eigene, neue Klangwelten. Das Quartett ist beim Heinrich Schütz Musikfest 2023 gleich drei Mal mit dem Programm „Schütz goes Jazz“ zu erleben: im Dreiseitenhof der Brauerei von Bad Köstritz (12.10.), im Jazzclub Tonne in Dresden (13.10.) und im Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels (14.10.).

Dafne – eine Rekonstruktion der ersten deutschsprachigen Oper

396 Jahre nach ihrer Uraufführung kann man sie in Dresden wieder hören: Heinrich Schütz’ „Dafne“. Wobei – was die Originalklang-Ensembles Musica Fiata Köln und La Capella Ducale und ihr Leiter Roland Wilson singen und spielen werden, ist ganz sicher nicht das, was die Hochzeitsgesellschaft 1627 in Torgau erlebte, als Prinzessin Sophie Eleonore von Sachsen, die älteste Tochter des Kurfürsten Johann Georg I., mit dem Darmstädter Landgrafen Georg II. verheiratet wurde. Denn: Die Liste der verschollenen Werke von Schütz ist leider lang und auf ihr findet sich eben auch die „Dafne“.

Roland Wilson, ein wahrer Experte für die Musik von Heinrich Schütz, ist das tollkühne Wagnis der Rekonstruktion eingegangen und vergleicht das Vorhaben, passende Musik zum erhaltenen Libretto von Martin Opitz zu finden, gern mit einem Sudoku, bei dem nicht eine einzige Zahl vorgegeben ist.

Mit dieser Rekonstruktion der „Dafne“ entdecken wir eineganz neue Seite an Schütz: als Schöpfer einer sehr kurzweiligen und unterhaltsamenOper. – Nun, ob sie nun tatsächlich die erste deutschsprachige Oper war oder„nur“ die Bühnenmusik zu einer theatralischen Handlung, kann angesichts dieseserstaunlichen neuentstandenen Gesamtwerks dahingestellt bleiben. Zu erleben istes jedenfalls beim Heinrich Schütz Musikfest 2023 am 14. Oktober imKleinen Schlosshof des Dresdner Residenzschlosses. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet auch die Verleihung des Internationalen Heinrich-Schütz-Preises 2023 statt.

Internationale Stars der Alten Musik

Das Heinrich Schütz Musikfest wird seit jeher von namhaften Künstler:innen und Ensembles gestaltet. In diesem Jahr sind das – u.v.a. und nur um beispielhaft drei herauszugreifen – die Sopranistin Dorothee Mields, die Gambistin Juliane Laake und das Freiburger BarockConsort.

Dorothee Mields überzeugt international als Interpretin für die Musik des 17. und den 18. Jahrhunderts. Mit dem Hathor Consort verbindet sie eine langjährige musikalische Freundschaft. Sie sind Spezialisten für die Musik der Renaissance und des Barocks, erkunden aber immer wieder auch Musik aus anderen Kontinenten und zeitgenössische klassische Musik mit Elektronik. Die Musiker:innen kreieren bei ihren Auftritten weltweit Treffpunkte, an denen sich Traditionen gegenseitig inspirieren und an denen Musik und eine visuelle Ebene zu einem multimedialen Ausdruck verschmelzen. Zum Heinrich Schütz Musikfest präsentieren sie gemeinsam mit dem Hathor Consort unter Leitung von Gambistin Romina Lischka in Bad Köstritz (8.10.) ihr Programm „Hertzenstrost wider den Sorgenteuffel“ als Reminiszenz an Heinrich Alberts „Kürbishütte“ in Königsberg – eine von Kürbispflanzen überwachsenen Gartenlaube, in der sich ab 1636, also während des Dreißigjährigen Krieges, die „Gesellschaft der Sterblichkeit Beflissenerer“ traf, um sich über Poesie und Musik auszutauschen: ein Refugium, verschont von direkter Kriegseinwirkung, ein Raum für Kreativität, für Diskussion und künstlerische Reflexion. Es erklingen Werke u.a. von Heinrich Albert, Heinrich Schütz, Andreas Hammerschmidt, Johann Hermann Schein, Johann Bach und Johann Nauwach.

Mit Freunden und musikalischen Wegbegleitern bildet die Gambistin Juliane Laake seit 2010 das Ensemble Art d’Echo. Die Spezialisten ihres Metiers bereichern einander mit ihrer großen musikalischen Inspiration und profunden aufführungspraktischen Kenntnissen. Im Zentrum steht dabei die vielfältige Literatur für die Viola da Gamba, die durch ambitionierte Programmkonstellationen in Szene gesetzt wird. Juliane Laake arbeitet regelmäßig mit Ensembles wie der lautten compagney BERLIN, Weser-Renaissance, ensemble polyharmonique und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie mit renommierten Solist:innen wie Hille Perl und Dorothee Mields zusammen. In ihren persönlichen Konzertprogrammen und CD-Produktionen widmet sich Juliane Laake mit Hingabe der Gambenliteratur in all ihren Facetten, vornehmlich der seltener zu hörenden. Zahlreiche von der Presse hochgelobte Weltersteinspielungen belegen ihre anspruchsvolle Forschungsarbeit sowie ihr höchst virtuoses anrührendes Gambenspiel.

Juliane Laake und das Ensemble Art d’Echo sind beim Heinrich Schütz Musik 2023 zwei Mal zu erleben. In „Das ist mir lieb“ gemeinsam mit dem Ensemble Polyharmonique erklingen in Weißenfels (7.10.) „Concerte“ und Motetten von Heinrich Schütz, Johann Schelle, Sebastian Knüpfer und Johann Rosenmüller. In einer Hommage an die Viola da Gamba als Königin der Streichinstrumente stehen in Zeitz (8.10.) Werke von Johann Schenck, August Kühnel und Conrad Höffler auf dem Programm.

Das renommierte Freiburger BarockConsort hat sich auf kleiner besetzte Musik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts spezialisiert. Bestehend aus Mitgliedern des Freiburger Barockorchesters, verfolgt das Ensemble seit seiner Gründung das Ziel, mit ausgefallenen Programmen abseits vom gängigen Konzertrepertoire liegende Stücke wiederzuentdecken oder vermeintlich Bekanntes aus ungewohnter Perspektive in neuem Licht erklingen zu lassen.

Beim Heinrich Schütz Musikfest 2023 gastiert das Freiburger BarockConsort mit seinem Programm „Krieg und Frieden“ in Weißenfels (14.10.). Zusammen mit Magdalene Harer (Sopran) und Georg Poplutz (Tenor), zwei herausragenden Interpreten der Musik des frühen 17. Jahrhunderts, stellt das Ensemble die Antipoden Krieg und Frieden bzw. Verzweiflung und Hoffnung in einem tiefgründigen Konzertprogramm zusammen. Es erklingen Klagegesänge, Freudentänze und musikalische Schlachtengemälde u.a. von Johann Hermann Schein, Heinrich Albert, Erasmus Kindermann, Melchior Franck, Andreas Hammerschmidt, Johann Vierdanck, Heinrich Schütz und Samuel Scheidt.

Weitere Informationen, das ausführliche Programm sowie Tickets für das Heinrich Schütz Musikfest gibt es im Internet unter www.schütz-musikfest.de.

Ticket-Specials zum Heinrich Schütz Musikfest 2023

Neben den Eintrittskarten zum Normalpreis gibt es zum Heinrich Schütz Musikfest 2023 auch wieder besondere Ticketangebote:

  1. Schülerinnen und Schüler zahlen mit dem „Junior!_Ticket“ nur 5 Euro.
  2. Mit dem „PlusEins!_Ticket“ kostet der Eintritt für einen Erwachsenen und ein Kind (bis 18 Jahre) nur 20 Euro.
  3. Wer mit einer größeren Gruppe unterwegs ist oder mehrere Konzerte besuchen möchte, für den lohnt sich das „10_für_6“-Angebot: ab sechs Karten in einem Bestellvorgang gibt es für Eigenveranstaltungen des Musikfestes 10 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis.
  4. Alle, die 2023 ihren 18. Geburtstag feiern, können Angebote zum Heinrich Schütz Musikfest über die KulturPass-App der Bundesregierung finden und nutzen.

Tickets sind ab dem 16. Juni 2023 online über die Internetseite des Heinrich Schütz Musikfestes www.schütz-musikfest.de sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich. Tickets kann man ab dem Vorverkaufsstart außerdem erwerben im Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz, in der Gera Information, im Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels, in der Touristinformation Weißenfels, in der Tourist-Information Zeitz, an der Konzertkasse der Kreuzkirche Dresden, im Haus der Kirche - Dreikönigskirche Dresden und beim Ticketservice der Frauenkirche Dresden.


Heinrich Schütz Musikfest 2023

Veranstalter
Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V.


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