Festjahr SCHÜTZ22 – eine Erfolgsgeschichte im Zeichen des Sagittarius

06.11.2022

Das Festjahr SCHÜTZ22 – „weil ich lebe“ hat am 6. November 2022, dem 350. Todestag von Heinrich Schütz, seinen fulminanten Abschluss gefunden. Das am 8. Oktober 2021 in der Dresdner Frauenkirche eröffnete Festjahr hat über ein Jahr lang in 199 allein von der Mitteldeutschen Barockmusik e.V. (MBM) verantworteten Veranstaltungen an den authentischen Schütz-Orten Mitteldeutschlands und darüber hinaus die Vielfalt von Heinrich Schütz‘ Schaffen sowie das Klangbild seiner Zeit und seinen Klangkosmos, der bis heute ein aktueller ist, präsentiert und damit mehr als 25.300 Besucher:innen angezogen.

PRESSEINFORMATION, 08.11.2022

Festjahr SCHÜTZ22 – eine Erfolgsgeschichte im Zeichen des Sagittarius

Das Festjahr SCHÜTZ22 – „weil ich lebe“ hat am 6. November 2022, dem 350. Todestag von Heinrich Schütz, seinen fulminanten Abschluss gefunden. Das am 8. Oktober 2021 in der Dresdner Frauenkirche eröffnete Festjahr hat über ein Jahr lang in 199 allein von der Mitteldeutschen Barockmusik e.V. (MBM) verantworteten Veranstaltungen an den authentischen Schütz-Orten Mitteldeutschlands und darüber hinaus die Vielfalt von Heinrich Schütz‘ Schaffen sowie das Klangbild seiner Zeit und seinen Klangkosmos, der bis heute ein aktueller ist, präsentiert und damit mehr als 25.300 Besucher:innen angezogen.

In diesen Angaben nicht einbezogen sind die beinahe unzähligen Veranstaltungen, Initiativen und Konzerte der vielen Netzwerkpartner, Institutionen, Einrichtungen, Festivals und Ensembles, die sich mit ihren Projekten und Programmen ebenfalls dem Jubiläum widmeten und in aller Breite und Vielfalt den KlangKosmos Schütz zum Klingen und Leuchten brachten. Allein der auf der zentralen Website SCHÜTZ22.de (ein Angebot der MBM für alle interessierten Partner) vorhandene Veranstaltungskalender verzeichnet um die 400 Termine. Vieles mehr aber fand in Mitteldeutschland, bundesweit und sogar im internationalen Rahmen statt.

Und so zieht Intendantin Dr. Christina Siegfried ein sehr positives Fazit zum Festjahr SCHÜTZ22: „Wer hätte geglaubt, dass ein Komponist wie Heinrich Schütz anlässlich seines 350. Todestages eine solch lebendige, heutige und vielfältige Würdigung erfährt, wie wir es in den vergangenen 13 Monaten haben erleben können? Wer hätte vermutet, dass es Konzerte, Festivals, Vermittlungsprojekte, Klanginstallationen, Uraufführungen, Performances, digitale Projekte, Konferenzen, Ausstellungen und vieles mehr nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern weit darüber hinaus in Brüssel, Kopenhagen, Montreal, Ribeauvillé, Tokio, Utrecht, Venedig und Wrocław geben würde? Kaum vorstellbar war, dass ein Projekt wie open_psalter tatsächlich deutschlandweit Chöre und Ensembles animiert, sich an die Gesamteinspielung des Schütz’schen ‚Becker-Psalters‘ zu wagen, oder jeden Sonntag mindestens ein Schütz-Werk in Gottesdiensten erklingt, Schütz im Film porträtiert wird und zahlreiche Ausstellungen sein Leben dokumentieren oder heutige künstlerisch-kreative Auseinandersetzungen mit dem Meister und seinem Werk präsentieren. Die Klanginstallation ‚Kaleidoskop der Räume‘ begeisterte als Botschafterprojekt an vielen unterschiedlichen Orten mit ihrem einzigartigen 3D-Sound generationsübergreifend Hörerinnen und Hörer.“

Zum Abschluss kombinierten in den vergangenen Tagen drei parallele Themenfestivals in den authentischen und auratischen Schütz-Orten Mitteldeutschlands Bad Köstritz, Gera, Weißenfels, Zeitz und Dresden die Musik des Sagittarius‘ nicht nur mit Werken seiner Zeitgenossen, sondern auch immer wieder mit Gegenwartsmusik und setzten so – wie schon im gesamten Festjahr SCHÜTZ22 – einen beziehungsreichen modernen Kontrapunkt zur Musik des 17. Jahrhunderts.

Das große länder- und grenzüberschreitende Schütz-Netzwerk hat im Festjahr SCHÜTZ22 eine zentrale Rolle gespielt. Zahlreiche Kooperationen mit Partnern, auch über Mitteldeutschland hinaus, haben eine facetten- und abwechslungsreiche Auseinandersetzung mit dem Schaffen des Sagittarius ermöglicht, die weit über das von der Mitteldeutschen Barockmusik e.V. veranstaltete Programm zu den Heinrich Schütz Musikfesten 2021 und 2022, dem Barock.Musik.Fest 2022 in Dresden sowie den Themenfestivals 2021 und 2022 hinaus reichte, Schütz‘ Musik auf unterschiedlichste Weise zu den Menschen gebracht hat und mit Projekten wie open_psalter, dem Dokumentarfilm zu Schütz im Auftrag von arte und MDR oder der zur Klanginstallation erschienenen CD-Box zu „Kaleidoskop der Räume“ auch nach dem Abschluss des Festjahres bringen wird. Zahlreiche Rundfunkbeiträge und vielfache Mitschnitte von MDR Klassik und Deutschlandfunk Kultur wie die ebenfalls entstandenen Streaming-Angebote einzelner Projekte erreichten noch einmal mehr weite Hörerkreise.

Dr. Christina Siegfried: „Waren es anfangs nur eine Handvoll ‚Kenner und Liebhaber‘ des Sagittarius‘, die sich auf den Weg machten, dem ersten deutschen Komponisten von Weltrang die Ehre zu erweisen, so sind es heute, im Festjahr SCHÜTZ22, unzählige Menschen jeden Alters, die ‚ihren‘ Schütz entdecken und erobern. – Was will man mehr?“

Das Festjahr SCHÜTZ22 – „weil ich lebe“ wäre nicht ohne die zahlreichen Förderern und Partnern realisierbar gewesen! Das sind zunächst die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Freistaat Sachsen, das Land Sachsen-Anhalt und der Freistaat Thüringen, nicht minder die Kommunen und Landkreise. Vor allem aber ist der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für die Unterstützung und partnerschaftliche Begleitung zu danken, ebenso der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Sparkasse Burgenlandkreis und der Sparkasse Gera-Greiz. Ohne die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Nord/LB Kulturstiftung und Lotto-Toto Sachsen-Anhalt wie alle weiteren Förderer wäre es nicht gelungen, den „Lumen Germaniae“ Schütz so zum Leuchten zu bringen.

Vielfach endeten die Konzerte im Festjahr SCHÜTZ22 mit der Motette „Verleih uns Frieden“. Schütz‘ Wunsch nach Frieden ist heute wieder erschreckend aktuell und zugleich eine vehemente Forderung, für die wir einstehen müssen wie einst der Sagittarius während des Dreißigjährigen Krieges.

Dr. Christina Siegfried abschließend: „Was also bleibt über das Festjahr hinaus zu wünschen und zu hoffen? Als erstes wohl, dass Frieden wird und Frieden bleibt, und jenes „Verleih uns Frieden“ machtvolle Forderung und erfülltes Ziel sein kann – wie es das sein muss! Und dass Heinrich Schütz seinen ihm gebührenden Platz im lebendigen Musizieren unserer Gegenwart behält, denn seine Musik begeistert, berührt die Seele und stärkt das Herz.“

Ausblicke

Vom 11. bis 27. November ist die Klanginstallation „Kaleidoskop der Räume“ noch einmal im Kunstmuseum Magdeburg – Kloster Unser Lieben Frauen zu erleben. Den Abschuss dieses Veranstaltungszyklus, der ebenfalls zum Festprogramm SCHÜTZ22 gehört, bilden das Konzert mit der Komponistenklasse Dresden, (11.11., Kirche St. Gertraud Magdeburg) und ein festliches Konzert zum Advent mit Musica Fiata und La Capella Ducale unter Leitung von Roland Wilson (26.11., Klosterkirche Unser Lieben Frauen Magdeburg).

Das Heinrich Schütz Musikfest 2023 findet unter dem Titel „Klang.Welt.Wissen“ vom 6. bis 15. Oktober statt. Als artists in residence sind Theatre of Voices unter Leitung von Paul Hillier und die Hamburger Ratsmusik unter Leitung von Simone Eckert zu einer Doppel-Residenz eingeladen.

Alle Termine, Tickets und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.schütz-musikfest.de .

Den Veranstaltungskalender zum Festjahr SCHÜTZ22 – „weil ich lebe“ findet man unter www.SCHÜTZ22.de .


SCHÜTZ22 – „weil ich lebe“

Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten


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